Mandats- und Berufsgeheimnisse schützen
Vertrauliche Mandanteninformationen gehören nicht in ungeklärte Consumer-KI-Konten. Bei Berufsgeheimnisträgern greift zusätzlich die strafbewehrte Verschwiegenheitspflicht nach § 203 StGB.
Souveräne KI für Berufsgeheimnisträger
9brains bündelt Recherche, Analyse und Kanzleiwissen in einer zentral steuerbaren Multi-Modell-KI-Plattform, für Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Patentanwälte und weitere Berufsgeheimnisträger. Mit deutscher Kerninfrastruktur, keinem Training mit Ihren Daten und strengem EU-Modus für besonders sensible Inhalte.
Wer fremde Geheimnisse schützt, sollte auch seine KI souverän wählen.
7 Tage kostenlos · keine Kreditkarte
30 Minuten, unverbindlich · auf Wunsch gemeinsam mit IT oder Datenschutz
Kanzleialltag
Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Patentanwälte und weitere Berufsgeheimnisträger arbeiten mit Informationen, deren Offenlegung Mandanten schadet oder gesetzlich untersagt ist. Die Lösung ist weder unkontrollierte Nutzung noch pauschales Verbot, sondern eine zentral gesteuerte und nachvollziehbare Umgebung.
Vertrauliche Mandanteninformationen gehören nicht in ungeklärte Consumer-KI-Konten. Bei Berufsgeheimnisträgern greift zusätzlich die strafbewehrte Verschwiegenheitspflicht nach § 203 StGB.
Ein AVV adressiert personenbezogene Daten. Berufsgeheimnisse können darüber hinausgehen. Je nach Berufsgruppe sind bei externen KI-Diensten insbesondere § 43a BRAO, § 39a und § 39c PAO sowie § 203 StGB zu berücksichtigen.
KI kann überzeugend formulieren und dennoch falsche Entscheidungen, Aktenzeichen oder Veröffentlichungen nennen. Fachliche Prüfung bleibt erforderlich.
Verträge, Gutachten, Jahresabschlüsse, Patentansprüche und Fachbegriffe lassen wenig Interpretationsspielraum. KI kann vorarbeiten, ersetzt aber nicht die fachliche Endkontrolle.
Ein Effizienzgewinn darf nicht zu einem niedrigeren Sorgfaltsstandard führen. Kanzleien benötigen klare Rollen, Freigabepunkte, Quellen und Nutzungsregeln.
Private Einzelkonten führen zu unterschiedlichen Einstellungen, ungeklärten Datenflüssen und fehlender Governance. Eine zentrale Plattform schafft gemeinsame Freigaben und Sicherheitsregeln.
Institutionelle Einordnung
Deutschland und Frankreich definieren digitale Souveränität als die Fähigkeit, digitale Technologien unabhängig, selbstbestimmt und sicher zu entwickeln, zu nutzen, anzupassen und zu kontrollieren. Zu den Kriterien gehören der Schutz sensibler Daten, die Vermeidung von Lock-in-Effekten und resiliente Infrastruktur.
Für eine Kanzlei oder Praxis wird daraus eine praktische Frage: Wer verarbeitet vertrauliche Mandats- und Berufsgeheimnisse, wo geschieht das und unter welchen vertraglichen Bedingungen?
Gemeinsame deutsch-französische Definition, 17. Juni 2026Die Antwort von 9brains
Die vier zentralen Sicherheits- und Souveränitätsmerkmale auf einen Blick.
Kernplattform, Produktivdaten und gewünschte Chatverläufe werden in Hetzner-Rechenzentren in Deutschland betrieben. Verschlüsselte Backups liegen in Helsinki innerhalb der EU.
Für alle auf der Plattform bereitgestellten Modelle stellen wir vertraglich sicher: Weder Ihre Eingaben noch die generierten Antworten werden zum Training verwendet. Das gilt unabhängig von Souveränitätsmodus und ZDR-Status.
Zero Data Retention (ZDR) bedeutet, dass der jeweilige Modellanbieter die übermittelten Daten unmittelbar nach der Verarbeitung verwirft und nicht zwischenspeichert. Bei Modellen ohne ZDR kann er die Daten zeitlich begrenzt aufbewahren, etwa zur Missbrauchserkennung. Der aktuelle ZDR-Status ist für jedes Modell in unserer Plattform einsehbar.
Im strengen EU-Modus werden ausschließlich EU-souveräne Modelle freigegeben. Die Modellverarbeitung findet dann vollständig und physisch auf EU-Infrastruktur statt. Für Mandats- und Erfindungsgeheimnisse ist dieser Modus vorgesehen.
Vertragliche Grundlage
Der 9brains-AVV regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten nach Art. 28 DSGVO. Die Zusatzvereinbarung für Berufsgeheimnisträger erweitert die vertraglichen Regelungen auf fremde Mandats-, Geschäfts- und sonstige Berufsgeheimnisse, unabhängig davon, ob diese personenbezogen sind.
Je nach Berufsgruppe stellen berufsrechtliche Vorschriften konkrete Anforderungen an den Einsatz externer Dienstleister: sorgfältige Auswahl, Vertrag in Textform, Verschwiegenheitsverpflichtung und Regeln für weitere eingesetzte Personen, etwa § 39c PAO für Patentanwälte. Bei unmittelbar mandatsbezogenen Dienstleistungen mit Zugang zu fremden Geheimnissen kann zusätzlich eine dokumentierte Einwilligung des Mandanten erforderlich sein.
Besprechen Sie AVV, Zusatzvereinbarung und § 39c PAO in 30 Minuten, gerne gemeinsam mit Ihrer IT oder Ihrem Datenschutzbeauftragten.
Nachvollziehbarkeit
Der Datenfluss trennt klar zwischen 9brains-Plattform, Modellverarbeitung, Aufbewahrung beim Modellanbieter und Ihrem optional gespeicherten Chatverlauf.
Berechtigte Nutzer übermitteln Inhalte verschlüsselt.
9brains prüft Berechtigungen, ergänzt freigegebenen Kontext und leitet die erforderlichen Daten an das ausgewählte Modell weiter.
Das Modell verarbeitet die Anfrage nach den Regeln des gewählten Souveränitätsmodus. Für Mandats- und Erfindungsgeheimnisse ist der strenge EU-Modus vorgesehen.
Die Antwort kommt verschlüsselt zurück. Bei ZDR verwirft der Modellanbieter die Daten unmittelbar; ohne ZDR kann eine begrenzte Aufbewahrung stattfinden.
Wenn Sie den Verlauf speichern möchten, wird er getrennt von der Modellverarbeitung auf der 9brains-Plattform in Deutschland vorgehalten.
Der Souveränitätsmodus steuert Schritt 3
Ihre Administratoren legen fest, welche Modellkategorien verfügbar sind. Die folgenden Stufen erklären die Produktlogik.
Ausschließlich EU-souveräne Modelle und vollständige Modellverarbeitung auf EU-Infrastruktur.
Größere Modellvielfalt für den geschäftlichen Alltag nach den festgelegten Datenschutzregeln.
Globale Modelle nur für bewusst freigegebene, unkritische und nicht personenbezogene Inhalte.
Produktiver Einsatz
Verträge, Gutachten, Jahresabschlüsse, Steuerbescheide, Schriftsätze und Anlagen strukturieren sowie Kernpunkte, Fristen und Auffälligkeiten vorbereiten.
Erste Fassungen von Mandantenkommunikation, Stellungnahmen und internen Vermerken formulieren.
Technische Texte mehrsprachig erschließen und anschließend fachlich endprüfen.
Vorlagen, interne Leitfäden und Qualitätsstandards aus freigegebenen Dokumenten mit verlinkten Fundstellen abrufen.
Skills und Agenten mit definierten Rollen, Freigabepunkten und nachvollziehbaren Quellen einsetzen.
FAQ
Nein, nicht ohne vorherige Einordnung. Legen Sie verbindliche Nutzungsregeln fest und nutzen Sie für Mandats- und Berufsgeheimnisse den strengen EU-Modus. Ob zusätzliche mandatsbezogene Anforderungen oder eine Einwilligung bestehen, prüft Ihre Kanzlei oder Praxis für den konkreten Fall.
Nein. Für alle auf 9brains bereitgestellten Modelle stellen wir vertraglich sicher, dass weder Ihre Eingaben noch die generierten Antworten zum Training verwendet werden. Das gilt unabhängig vom Souveränitätsmodus und vom ZDR-Status.
Bei einem Modell mit Zero Data Retention verwirft der jeweilige Modellanbieter Ihre Daten unmittelbar nach der Verarbeitung, ohne sie zwischenzuspeichern. Ohne ZDR kann derselbe Modellanbieter die Daten zeitlich begrenzt aufbewahren, etwa zur Missbrauchserkennung. Ihr gewünschter Chatverlauf wird davon getrennt in Deutschland gespeichert.
Kernplattform und Produktivdaten liegen in Deutschland. Verschlüsselte Backups werden in Finnland innerhalb der EU vorgehalten. Der Verarbeitungsort des KI-Modells hängt vom Souveränitätsmodus ab. Im strengen EU-Modus findet auch die Modellverarbeitung vollständig auf EU-Infrastruktur statt.
Die 9brains-Kernplattform wird bei Hetzner in Deutschland und damit nicht bei einem US-Cloud-Anbieter betrieben. In anderen als dem strengen EU-Modus können Modelle internationaler oder US-amerikanischer Anbieter freigegeben sein. Für eine vollständig auf EU-Infrastruktur beschränkte Verarbeitung ist der strenge EU-Modus vorgesehen.
Der AVV regelt personenbezogene Daten nach DSGVO. Für Berufsgeheimnisse stellt 9brains zusätzlich eine Vereinbarung für Berufsgeheimnisträger bereit. Bei unmittelbar mandatsbezogenen Dienstleistungen mit Zugang zu fremden Geheimnissen kann dennoch eine dokumentierte Einwilligung erforderlich sein, z. B. nach § 39c Absatz 5 PAO für Patentanwälte.
Nächster Schritt
In 30 Minuten zeigen wir Ihnen Datenfluss, Souveränitätsmodi, Vertragsunterlagen und sinnvolle Einsatzfelder für Ihre Kanzlei oder Praxis. Ohne allgemeine KI-Show, mit Fokus auf Ihre Sicherheits- und Berufsrechtsfragen.